Achtung: 

Aufgrund COVID-19 finden bis auf weiteres keine Veranstaltungen statt.

 

Ostergruß an Seniorenheime im Isartal

Unsere Koordinatorin Elisabeth Sexl hat einen besonderen Ostergruß an das Haus Georg, das Haus am Wiesenweg, die Römerschanze und die Parkresidenz Helmine Held überbracht: Zusammen mit den Hospizbegleiter*innen haben wir Osterkarten für die Heimbewohner gestaltet, zum Teil selber bemalt, eigene Texte verfasst oder lyrische Texte hinzugefügt. Dazu gab es noch frische Tulpensträuße. Die Freude bei der Übergabe war bei den Einrichtungsleitungen, dem Sozialen Dienst und dem Pflegepersonal überwältigend.

Unter der Mobilnummer 0171 / 609 82 29  können sich alle Menschen in Zeiten von Corona mit ihren Nöten, Fragen und Sorgen um sich und ihren Zugehörigen an uns wenden.

 

Vorstandswahlen März 2020 des Hospizverein Isartal e.V. 

Mechtild Reinhardt wurde zur neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt, sie übernimmt damit das Amt von Sabine Würthner.

1. Vorsitzende: Mechtild Reinhardt
2. Vorsitzender: Kurt Bordon
3. Vorsitzende: Sabine Würthner

Schatzmeister: Gerhard Kurz
Schriftführerin: Dr. Ulrike Närger

Beisitzer: Ingrid Schröder, Gisela Maiborn, Bärbel Stroh und Volker Simon

Zurückliegende Veranstaltungen

Lesung: Roland Schulz spricht über sein Buch „So sterben wir“

6. Nov. 2019, 19:30 Uhr, Buchhandlung Isartal Pullach, Johann-Bader-Str. 14, eine Veranstaltung der Buchhandlung Isartal in Zusammenarbeit mit dem Hospizverein Pullach

Mehr als 70 Besucher haben mit größter Aufmerksamkeit die Lesung von Roland Schulz verfolgt. Schulz hat ein paar wichtige Passagen aus seinem hoch interessanten Buch vorgetragen und mit vielen persönlichen Berichten die Lesung bereichert. Anschließend gab es noch eine lebhafte Diskussion. Vielen Dank für diesen besonderen Abend.

Tag der offenen Tür im Haus der Begegnung in Grünwald am 14.9.2019 

Alle Angebote des Hauses wurden durch halbstündliche Hausführen vorgestellt.  Der Hospizverein Isartal e.V. war ebenfalls vertreten und hatte fast 200 Besucher durch die Führungen und zahlreiche Interessierte, die sich nach den Führungen über den Verein und seine Arbeit informierten.

Vortrag „Halte mich nicht fest“ im Pfarrsaal Hl. Geist in Pullach am 25. Juli 2019

Waldemar Pisarski, Theologe und Pastoralpsychologe, hielt auf Einladung vom Hospizverein Isartal einen Vortrag zum Thema Abschiednehmen, ermutigte zum liebevollen Loslassen und gab dazu Anregungen. Er wendet sich damit an die Angehörigen und Freunde, auch am Ende des Lebens die Sehnsucht des Menschen nach Autonomie und Selbständigkeit zu respektieren. Auch wenn wir noch so traurig und betroffen sind, gilt es, die jeweils eigene Art des Menschen mit dem Ende des Lebens umzugehen, wahrzunehmen und die Menschen in diesem Sinn zu begleiten. Denn jeder stirbt seinen persönlichen Tod. Wer versöhnt ist mit dem Leben und Sterben stirbt leichter. Aber manchmal gibt es kein Versöhnen und keinen Frieden, es gibt Familiengeheimnisse, die das Sterben erschweren.

Viele Menschen wollen ihre Liebsten im Sterbeprozess um sich haben, mit ihnen so offen und persönlich wie möglich ins Gespräch kommen und ihre Gefühle, Wünsche und Sorgen teilen. Auch Gefühle wie Zorn und Aggression wollen gelebt werden, die einen für uns nicht immer zu erkennenden Grund haben, und die wir trotzdem auszuhalten müssen, auch wenn es schwer fällt. Sicher ist eine Portion Humor für alle Beteiligten sehr hilfreich.

Zuletzt wünschen sich die Betroffenen, dass auch die Angehörigen innerlich ja sagen zum Sterben, nicht klammern und festhalten.

Wir können in den letzten Stunden für den Sterbenden einfach da sein, vielleicht noch gemeinsam Musik hören, ihm vorsingen oder vorlesen, denn das Gehör ist der Sinn, der noch am längsten aufnahmebereit ist. Aber manche Menschen wollen auch alleine sein und es geschieht nicht selten, dass sie erst dann sterben, wenn der Liebste grade nicht bei ihm ist.

Die anschließenden Fragen und Antworten machten deutlich, es ist eine Kunst für alle Beteiligten beim Krankheits– und Sterbeprozess behutsam, wahrhaftig und liebevoll miteinander umzugehen und sich Fehler zu verzeihen. Nicht zuletzt kann uns Gott dabei eine große Unterstützung sein.

Dagmar Bergmann-Erb

Aufbauseminar für HospizbegleiterInnen 2019

Das Aufbauseminar für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen mit den Themen, Sterben, Tod, Trauer wurde erfolgreich abgeschlossen.

Nähere Informationen: https://www.caritas-nah-am-naechsten.de/cms-media/media-2852620.pdf

Vortrag Dr. Otto Zsok: Biografiearbeit auf Basis der Logotherapie

Mit seinem Vortrag im Bürgerhaus Pullach am 10.10.2018 über die „Die Sinn-Frage in der zweiten Lebenshälfte“, Von der hohen Bedeutung einer heilenden Lebensbilanz hielt Dr. Otto Zsok die zahlreichen Zuhörer in Bann.

Der katholische Theologe und Leiter des Süddeutschen Instituts für Logotherapie in Fürstenfeldbruck hat mit der Methode der sinnfindenden therapeutischen Biografiearbeit seit vielen Jahren gute Erfahrungen sammeln können und sie dem Publikum überzeugend dargelegt. Schon der Beginn seines Vortrags war ungewöhnlich: er spielte den langsamen Satz des 5. Klavierkonzertes von Beethoven ein. Prägend wie ein Mantra kann die Musik eine positive Einstimmung des Menschen entfalten.

Was geschieht bei der Gestaltung der heilenden Lebensbilanz? Es werden diverse Aspekte von Vergangenem und Zukünftigem – Empfangenem und Gegebenem – Negativem und Positivem in verschiedenen Lebensphasen betrachtet. Sie beinhalten den Rückblick auf unsere Großeltern und Eltern – unsere Jugendzeit – das Erwachsensein – die gegenwärtige Zeit – die nahe und ferne Zukunft – und den Tod, welche Spuren will ich hinterlassen. Jeweils 3 Fragen zu den 6 Kapiteln soll man sich beantworten: Wie denke ich darüber, was fühle ich dabei und welchen Sinn erkenne ich darin.

Letztendlich geht es um Erkenntnisse um das eigene Ich, ohne sich selbst zu betrügen. Die Bilanz des Schreibens mündet in der Erkenntnis: mein Leben gibt mehr Sinn, als ich dachte; ich versöhne mich mit dem, was war und ich bewahre mich selbst in der Freude. Der Vortrag macht Hoffnung, durch so eine Biografie-arbeit einen guten Weg zur Stärkung seiner Seele und Widerstandskraft finden zu können.

Dagmar Bergmann-Erb

Filmabend mit anschließender Diskussion : “Das Ende ist mein Anfang“ von Jo Baier

Der Film spielt in den letzten drei Lebensmonaten von Tiziano Terzani (1938–2004), gespielt von Bruno Ganz. Den Hauptinhalt bilden dabei die Gespräche zwischen ihm und seinem Sohn Folco über das Leben. Der Journalist reflektiert, teils in ungewöhnlich humorvoller Form, seine Erkenntnisse über das Leben und Sterben, insbesondere über seinen bevorstehenden Tod aufgrund einer Krebserkrankung.

Vortrag „Endlich leben“

so nannte Waldemar Pisarski, Theologe und Pastoralpsychologe,  seinen vom Hospizverein Isartal veranstalteten Vortrag.

Die Doppeldeutigkeit, die in den zwei Wörtern steckt, wird schnell deutlich, wenn man sie unterschiedlich betont. Es geht um das Leben in all seinen Facetten und um die Endlichkeit des Lebens.

„Da darf doch noch Leben ins Leben“, mit der Zeile von Wolf Biermann überschreibt Pisarski „endlich leben“. Er zitiert dazu Bronnie Ware, für die zum Leben die folgenden Bereiche wichtig sind: „Mir selbst treu bleiben, weniger arbeiten, mehr Gefühle zeigen, Zeit für Freundschaften und mir Freude zugestehen“. Pisarski ergänzt diese Punkte durch die Empfehlung, dem eigenen Perfektionismus Grenzen zu setzen, was einher geht mit dem Bewusstsein, dass unser Tun und Leben Fragment bleiben wird. Schließlich geht es auch um eine lebendige Religiosität. Er meint damit eine Religiosität, die heilt und  tröstet, die ermutigt zum bewussten Erleben von Freude und Trauer, Lob und Klage, Vertrauen und Offenheit.

Und dann, endlich leben! Es hat keinen Zweck, die Augen davor zu schließen, dass unser Leben endlich ist. Es ist wichtig, sich vorzubereiten dadurch, dass man „Frieden macht, versöhnt lebt, sich im Loslassen übt, Dinge entscheidet, bestimmt und gestaltet“. Wir wissen nicht, was nach dem Tod kommt und ob etwas kommt, aber es gibt „Hoffnungsbilder des Glauben“, wie Pisarski sie nennt. Bilder, die getragen sind von der Sehnsucht, dass es ein Jenseits gibt, in dem es uns gut geht.

Pisarski empfiehlt, sich ein „Schatzkästlein“ guter Worte, geliebter Musik, vertrauter Gebete, usw. anzulegen, aus dem wir zehren können, wenn ein aktives Leben nicht mehr möglich ist. Es war ein Vortrags- und Diskussionsabend, aus dem alle getröstet und bereichert nach Hause gingen.

Sabine Würthner

15 Jahre Hospizverein Isartal e.V.

Mehr als 50 Freunde und Förderer sowie alle Hospizbegleiter des Vereins sind der Einladung zur Jubiläumsfeier am 12.10.2017 gefolgt. Die BürgermeisterInnen der Gemeinden Pullach – Susanna Tausendfreund, Schäftlarn – Matthias Ruhdorfer und Baierbrunn – Barbara Angermaier sind in ihren Grußworten jeweils eindrücklich auf die wertvolle Arbeit der HospizbegleiterInnen eingegangen.

Mechtild Reinhardt, die Koordinatorin des Hospizvereins, erhielt als Anerkennung für ihr langjähriges und großes ehrenamtliches Engagement im Hospizverein von der Gemeinde Pullach die „Goldene Ehrennadel der Gemeinde Pullach“.

Die Fortschritte des Hospizvereins in der Arbeit der letzten 15 Jahre wurden auf Stellwänden im Foyer visualisiert. Es ist nicht nur ein Anstieg der Mitgliederzahlen und aktiven HospizbegleiterInnen zu verzeichnen, auch Begleitungen sowie Beratungen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werden mehr angefragt. Die Zusammenarbeit mit den Alten- und Pflegeheimen ist deutlich intensiver geworden.

Höhepunkt des Abends war zweifelsfrei der Festvortrag der Philosophin Dr. Celina von Bezold mit dem Thema: Vom Sinn in Leid und Leben – eine philosophische Reflexion. Gespickt mit Zitaten u.a. von Nietzsche, Heidegger und Rilke machte sie den Zuhörern Mut, auf ihre ureigenen Kräfte zu bauen, um der Endlichkeit des Todes und ihren Ängsten darum zu begegnen: „Letztendlich brauchen wir die Ängste, um uns zu entwickeln und lebendig zu sein“.

Von links: Susanna Tausendfreund (Bürgermeisterin Pullach und stellvertr. Landrätin), Mechtild Reinhardt (Koordinatorin Hospizverein Isartal e.V.), Sabine Würthner (Vorsitzende Hospizverein Isartal e.V.)

Dagmar Bergmann-Erb