„Letzte Hilfe KursAm Ende wissen, wie es geht“ am 5. Mai 2022

Das Begleiten von Schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende

Letzte Hilfe Kurse vermitteln Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe. Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern praktizierte Mitmenschlichkeit, die auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich ist. Wir möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen.

Im Kurs sprechen wir über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens, natürlich werden auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht kurz angefügt. Wir thematisieren mögliche Beschwerden, die Teil des Sterbeprozesses sein können und wie wir bei der Linderung helfen können. Wir überlegen abschließend gemeinsam, wie man Abschied nehmen kann und besprechen unsere Möglichkeiten und Grenzen.

Termin: 5. Mai 2022, 18:30 bis 21:30 Uhr, Festsaal des Alten-und Pflegeheimes Haus am Wiesenweg, Wiesenweg 5,  82049 Pullach

Verbindliche Anmeldung bis zum 30.04.2022 unter  Email: hospizverein-isartal@gmx.de oder

donnerstags zu den Sprechzeiten von 10:00-12:00 Uhr unter Tel: 089  890 83 631

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, der Kurs ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Kursleitung: Mechtild Reinhardt, Hospizverein Isartal und Elisabeth Krull, ZAHPV Oberhaching, in Kooperation mit dem Haus am Wiesenweg

Letzte-Hilfe-Poster zum download,   Letzte Hilfe-Flyer zum download

 

Qualifizierung zur ehrenamtlichen (interkulturellen) Hospizbegleitung 2022

Eine Kooperation des Hospizvereins Isartal e.V. und des Caritas Zentrums für Ambulante Hospiz- und PalliativVersorgung (ZAHPV) im LK München

Ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen stehen schwerstkranken und sterbenden Menschen ehrenamtlich zur Seite, entlasten und unterstützen Angehörige, sind Gesprächspartner, begleiten beim Spaziergang, Arztbesuch oder Einkauf, lesen vor, hören zu, helfen im Alltag, sind einfach da, haben Zeit und halten mit aus. Der Kurs soll auch Ehrenamtliche mit eigener Migrationserfahrung ansprechen, um Sterbenden mit Migrationshintergrund eine kultursensible Hospizbegleitung zu ermöglichen. Diese können als Kultur- und Sprachmittler*innen Patient*innen und ihre An- und Zugehörigen begleiten und als Multiplikator*innen für die Hospizidee tätig sein.

Online Informationsabende zur Qualifizierung:

Unabhängig, ob Sie zukünftig ehrenamtlicher Mitarbeiter*in werden möchten oder einfach am Thema Hospiz- und Sterbebegleitung interessiert sind, ist diese Informationsveranstaltung offen für alle Interessierten. Der Hospizverein Isartal e.V. und das Zentrum für Ambulante Hospiz-und PalliativVersorgung stellen sich und ihre Tätigkeiten vor.

Dienstag, 24.05.2022 – 18.00 Uhr oder Donnerstag, 02.06.2022 – 18.00 Uhr, Anmeldung erbeten – Zoom-Link wird nach der Anmeldung zugesandt.

Ausbildungszeitraum Grund- und  Aufbauseminar: 15. Juli 2022 – 12. Dezember 2022                                                                                                                                   Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Für die Teilnahme ist ein persönliches Vorgespräch mit Elisabeth Sexl, Koordinatorin Hospizverein Isartal e.V., erforderlich: elisabeth.sexl@hospizverein-isartal.de

Anmeldung: an ZAHPV, Innerer Stockweg 6, 82041 Oberhaching oder an zahpv@caritasmuenchen.de

Veranstaltungsort: Haus am Wiesenweg, EG, Wiesenweg 5 in 82049 Pullach

Erklärfilm und weitere Informationen: Interkulturelle Hospizbegleitung 2022, Flyer zum Download

 

Neuer Ausbildungskurs für HospizbegleiterInnen 2022

Eine Kooperation der ARGE Hospiz – Bündnis für ambulante Hospizarbeit und Palliativarbeit im Landkreis München und dem Landratsamt München

Dieser Ausbildungskurs richtet sich an alle, die künftig ehrenamtlich als HospizbegleiterInnen tätig sein möchten und sich hierfür vertiefend mit den Themen Sterben, Tod, Trauer und Hospizarbeit auseinandersetzen wollen. Diese Ausbildung setzt sich aus einem Grund- und Aufbaukurs zusammen.

Grundkurs: Freitag 01.07.2022, Samstag 02.07.2022, jeweils 09:00 – 16:00 Uhr

Aufbaukurs: 6.9.2022 – 7. 2.2023, die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Fragen zum Kurs beantwortet die Kursleitung: E-Mail: info@beherztbegleiten.de, Barbara Mallmann, 0172 666 07 96; Christine Billmann, 0172 840 82 48

Für die Teilnahme ist ein persönliches Vorgespräch mit Elisabeth Sexl, Koordinatorin Hospizverein Isartal e.V., erforderlich: elisabeth.sexl@hospizverein-isartal.de

Kursort: Pfarrheim St. Peter Siegertsbrunn Leonhardistr. 2; 85636 Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Anmeldung und Informationen: ARGE Hospizbegleiterkurs 2022,  Flyer zum Download

 

„LebensWandel“ – 2. Ausgabe Infoblatt des Vereins, Frühjahr 2021

Wir freuen uns, die zweite Ausgabe unseres neuen Infoblattes zu präsentieren und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen. Auf Anfrage verschicken wir auch gerne gedruckte Exemplare: Tel: 089 / 890 83 631, Email: hospizverein-isartal@gmx.de.

 

LebensWandel, Infoblatt Hospizverein Isartal, Frühjahr2021, Download

 

„LebensWandel“ – 1. Ausgabe Infoblatt des Vereins, Herbst 2020

Wir freuen uns, die erste Ausgabe unseres neuen Infoblattes zu präsentieren und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen. Auf Anfrage verschicken wir auch gerne gedruckte Exemplare: Tel: 089 / 890 83 631, Email: hospizverein-isartal@gmx.de.

 

LebensWandel,  Infoblatt Hospizverein Isartal, November 2020, Download

 

Zurückliegende Veranstaltungen

Themenwoche der ARGE Hospiz – Bündnis für ambulante Hospizarbeit und Palliativarbeit im Landkreis München im März 2022: Trauer  hat viele  Gesichter …denn Trauer ist so vielfältig wie das Leben“ 

Der Hospizverein Isartal bietet in Zusammenarbeit mit dem ZAPV Oberhaching im Rahmen der Themenwoche folgende Veranstaltungen an:

Workshop für Kinder der GrundschuleWas hilft mir, wenn ich traurig bin? 

Samstag, 19.03.2022, 10.00 bis 11.30 Uhr
Wir laden Kinder der Grundschulen 3./4. Klasse zur offenen Trauergruppe ein. Siehe auch https://www.hospizverein-isartal.de/unser-angebot/hospiz-und-schule/
Geschulte HospizbegleiterInnen kommen spielerisch mit den Kindern ins Gespräch über Abschied nehmen, Tod und Trauer und finden gemeinsam Wege, mit dem Traurigsein umzugehen.
Ort: Großer Saal des Pflegeheims „Haus am Wiesenweg“, Wiesenweg 5, 82049 Pullach; Kostenfrei, um eine Spende an das Pflegeheim wird gebeten!
Anmeldung unter: Bergmann.erb@t-online.de, Mobil 0160 903 309 40

Infoabend für interessierte Eltern, Lehrer und Erzieher: Sterben, Tod und Trauer – (k)ein Thema für Kinder und Jugendliche?

Mittwoch, 23.3.2022, 19.00 bis 20.30 Uhr
Wir laden Erzieher, Lehrer und Eltern ein, unser Schulprojekt „Hospiz und Schule“ kennenzulernen und berichten über die Durchführung, Ziele, Erfahrungen dieses Projektes.
Ort: Großer Saal des Pflegeheims „Haus am Wiesenweg“, Wiesenweg 5, 82049 Pullach, Format: live, aber auch digital möglich
Kostenfrei, um eine Spende an das Pflegeheim wird gebeten!
Anmeldung unter: Bergmann.erb@t-online.de, Mobil 0160 903 309 40

Flyer aller Veranstaltungen der Themenwoche: ArgeHospiz-Trauerwoche-2022-Flyer

Link zur ARGE Hospiz 

 

Qualifizierungskurs Interkulturelle Hospizbegleitung

Ausbildungszeitraum: 10. September 2021 – 16. Dezember 2021.

Veranstaltungsort: ASZ Schwabing-West, Caritas München Mitte, Hiltenspergerstraße 76, 80796 München

Anmeldung und Information: 089 – 613 97 170 oder zahpv@caritasmuenchen.de

Der Kurs findet als Kooperation der Caritas Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement (BE) und dem Caritas Zentrum für Ambulante Hospiz- und PalliativVersorgung (ZAHPV) im Landkreis München statt.

Flyer Interkulturelle Hospizbegleitung 2021, Download

 

Ausbildungsgang zu ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen im Frühjahr 2021

Die Ausbildung in Kooperation mit dem ZAHPV Oberhaching unter der Leitung von Brigitte Schmitt-Hausser wurde erfolgreich abgeschlossen. 11 Teilnehmer*innen haben ihre Zertifikate überreicht bekommen. Der Verein freut sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen Hospizbegleiter*innen.

Einen Informationsflyer über die Inhalte und den Ablauf der Ausbildung finden Sie hier: Flyer Ausbildung Hospizbegleiter 2021 2 

 

„RausZeit“: Einladung zur Trauerbegleitung mit Alexander Daxenberger im Frühjahr 2021

Teilnehmerzahl: mind. 3, max. 10 Personen, Treffpunkt: 82049 Pullach, Münchener Str. 9a vor dem Büro des Hospizvereins

Trauern bedeutet das (Über)leben lernen nach dem Tod eines geliebten Menschen. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten der aktuellen Pandemie ist es besonders wichtig, Betroffene in ihrem individuellen Weg der Trauer und Erinnerung zu begleiten und ihnen einen geschützten Raum für Gespräche und Emotionen zu geben.

Herr Daxenberger ist Trauerbegleiter und PalliativCare Fachkraft. Er lädt mit der RausZeit Trauernde zu geführten Wanderungen ein – unter Einhaltung der Hygienestandards – die Impulse und Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch und der inneren Einkehr ermöglichen. In der freien Natur im Isartal geben Stille, markante Punkte und Wegscheiden die Gelegenheit zur Beschäftigung mit der eigenen Erinnerung an verstorbene Menschen und halten das Angedenken wach. Die Wanderungen unterstützen Trauernde im Umgang mit der persönlichen Trauergeschichte, lassen kraftgebende Verbindungen und Freundschaften entstehen, geben Halt bei schmerzvollen Erinnerungen und Kraft für Eigeninitiative.

 

Ostergruß an Seniorenheime im Isartal 2020

 

Unsere Koordinatorin Elisabeth Sexl hat einen besonderen Ostergruß an das Haus Georg, das Haus am Wiesenweg, die Römerschanze und die Parkresidenz Helmine Held überbracht: Zusammen mit den HospizbegleiterInnen haben wir Osterkarten für die Heimbewohner gestaltet, zum Teil selber bemalt, eigene Texte verfasst oder lyrische Texte hinzugefügt. Dazu gab es noch frische Tulpensträuße. Die Freude bei der Übergabe war überwältigend bei den Einrichtungsleitungen, dem Sozialen Dienst und dem Pflegepersonal.

 

 

Vorstandswahlen März 2020 des Hospizverein Isartal e.V. 

Mechtild Reinhardt wurde zur neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt, sie übernimmt damit das Amt von Sabine Würthner.

1. Vorsitzende: Mechtild Reinhardt
2. Vorsitzender: Kurt Bordon
3. Vorsitzende: Sabine Würthner

Schatzmeister: Gerhard Kurz
Schriftführerin: Dr. Ulrike Närger

Beisitzer: Ingrid Schröder, Gisela Maiborn, Bärbel Stroh und Volker Simon

 

Lesung: Roland Schulz spricht über sein Buch „So sterben wir“

6. Nov. 2019, 19:30 Uhr, Buchhandlung Isartal Pullach, Johann-Bader-Str. 14, eine Veranstaltung der Buchhandlung Isartal in Zusammenarbeit mit dem Hospizverein Pullach

Mehr als 70 Besucher haben mit größter Aufmerksamkeit die Lesung von Roland Schulz verfolgt. Schulz hat ein paar wichtige Passagen aus seinem hoch interessanten Buch vorgetragen und mit vielen persönlichen Berichten die Lesung bereichert. Anschließend gab es noch eine lebhafte Diskussion. Vielen Dank für diesen besonderen Abend.

 

Vortrag „Halte mich nicht fest“ im Pfarrsaal Hl. Geist in Pullach am 25. Juli 2019

Waldemar Pisarski, Theologe und Pastoralpsychologe, hielt auf Einladung vom Hospizverein Isartal einen Vortrag zum Thema Abschiednehmen, ermutigte zum liebevollen Loslassen und gab dazu Anregungen. Er wendet sich damit an die Angehörigen und Freunde, auch am Ende des Lebens die Sehnsucht des Menschen nach Autonomie und Selbständigkeit zu respektieren. Auch wenn wir noch so traurig und betroffen sind, gilt es, die jeweils eigene Art des Menschen mit dem Ende des Lebens umzugehen, wahrzunehmen und die Menschen in diesem Sinn zu begleiten. Denn jeder stirbt seinen persönlichen Tod. Wer versöhnt ist mit dem Leben und Sterben stirbt leichter. Aber manchmal gibt es kein Versöhnen und keinen Frieden, es gibt Familiengeheimnisse, die das Sterben erschweren.

Viele Menschen wollen ihre Liebsten im Sterbeprozess um sich haben, mit ihnen so offen und persönlich wie möglich ins Gespräch kommen und ihre Gefühle, Wünsche und Sorgen teilen. Auch Gefühle wie Zorn und Aggression wollen gelebt werden, die einen für uns nicht immer zu erkennenden Grund haben, und die wir trotzdem auszuhalten müssen, auch wenn es schwer fällt. Sicher ist eine Portion Humor für alle Beteiligten sehr hilfreich.

Zuletzt wünschen sich die Betroffenen, dass auch die Angehörigen innerlich ja sagen zum Sterben, nicht klammern und festhalten.

Wir können in den letzten Stunden für den Sterbenden einfach da sein, vielleicht noch gemeinsam Musik hören, ihm vorsingen oder vorlesen, denn das Gehör ist der Sinn, der noch am längsten aufnahmebereit ist. Aber manche Menschen wollen auch alleine sein und es geschieht nicht selten, dass sie erst dann sterben, wenn der Liebste grade nicht bei ihm ist.

Die anschließenden Fragen und Antworten machten deutlich, es ist eine Kunst für alle Beteiligten beim Krankheits– und Sterbeprozess behutsam, wahrhaftig und liebevoll miteinander umzugehen und sich Fehler zu verzeihen. Nicht zuletzt kann uns Gott dabei eine große Unterstützung sein.

Dagmar Bergmann-Erb

 

Vortrag Dr. Otto Zsok: Biografiearbeit auf Basis der Logotherapie

Mit seinem Vortrag im Bürgerhaus Pullach am 10.10.2018 über die „Die Sinn-Frage in der zweiten Lebenshälfte“, Von der hohen Bedeutung einer heilenden Lebensbilanz hielt Dr. Otto Zsok die zahlreichen Zuhörer in Bann.

Der katholische Theologe und Leiter des Süddeutschen Instituts für Logotherapie in Fürstenfeldbruck hat mit der Methode der sinnfindenden therapeutischen Biografiearbeit seit vielen Jahren gute Erfahrungen sammeln können und sie dem Publikum überzeugend dargelegt. Schon der Beginn seines Vortrags war ungewöhnlich: er spielte den langsamen Satz des 5. Klavierkonzertes von Beethoven ein. Prägend wie ein Mantra kann die Musik eine positive Einstimmung des Menschen entfalten.

Was geschieht bei der Gestaltung der heilenden Lebensbilanz? Es werden diverse Aspekte von Vergangenem und Zukünftigem – Empfangenem und Gegebenem – Negativem und Positivem in verschiedenen Lebensphasen betrachtet. Sie beinhalten den Rückblick auf unsere Großeltern und Eltern – unsere Jugendzeit – das Erwachsensein – die gegenwärtige Zeit – die nahe und ferne Zukunft – und den Tod, welche Spuren will ich hinterlassen. Jeweils 3 Fragen zu den 6 Kapiteln soll man sich beantworten: Wie denke ich darüber, was fühle ich dabei und welchen Sinn erkenne ich darin.

Letztendlich geht es um Erkenntnisse um das eigene Ich, ohne sich selbst zu betrügen. Die Bilanz des Schreibens mündet in der Erkenntnis: mein Leben gibt mehr Sinn, als ich dachte; ich versöhne mich mit dem, was war und ich bewahre mich selbst in der Freude. Der Vortrag macht Hoffnung, durch so eine Biografie-arbeit einen guten Weg zur Stärkung seiner Seele und Widerstandskraft finden zu können.

Dagmar Bergmann-Erb

Filmabend mit anschließender Diskussion : “Das Ende ist mein Anfang“ von Jo Baier

Der Film spielt in den letzten drei Lebensmonaten von Tiziano Terzani (1938–2004), gespielt von Bruno Ganz. Den Hauptinhalt bilden dabei die Gespräche zwischen ihm und seinem Sohn Folco über das Leben. Der Journalist reflektiert, teils in ungewöhnlich humorvoller Form, seine Erkenntnisse über das Leben und Sterben, insbesondere über seinen bevorstehenden Tod aufgrund einer Krebserkrankung.

Vortrag „Endlich leben“

so nannte Waldemar Pisarski, Theologe und Pastoralpsychologe,  seinen vom Hospizverein Isartal veranstalteten Vortrag.

Die Doppeldeutigkeit, die in den zwei Wörtern steckt, wird schnell deutlich, wenn man sie unterschiedlich betont. Es geht um das Leben in all seinen Facetten und um die Endlichkeit des Lebens.

„Da darf doch noch Leben ins Leben“, mit der Zeile von Wolf Biermann überschreibt Pisarski „endlich leben“. Er zitiert dazu Bronnie Ware, für die zum Leben die folgenden Bereiche wichtig sind: „Mir selbst treu bleiben, weniger arbeiten, mehr Gefühle zeigen, Zeit für Freundschaften und mir Freude zugestehen“. Pisarski ergänzt diese Punkte durch die Empfehlung, dem eigenen Perfektionismus Grenzen zu setzen, was einher geht mit dem Bewusstsein, dass unser Tun und Leben Fragment bleiben wird. Schließlich geht es auch um eine lebendige Religiosität. Er meint damit eine Religiosität, die heilt und  tröstet, die ermutigt zum bewussten Erleben von Freude und Trauer, Lob und Klage, Vertrauen und Offenheit.

Und dann, endlich leben! Es hat keinen Zweck, die Augen davor zu schließen, dass unser Leben endlich ist. Es ist wichtig, sich vorzubereiten dadurch, dass man „Frieden macht, versöhnt lebt, sich im Loslassen übt, Dinge entscheidet, bestimmt und gestaltet“. Wir wissen nicht, was nach dem Tod kommt und ob etwas kommt, aber es gibt „Hoffnungsbilder des Glauben“, wie Pisarski sie nennt. Bilder, die getragen sind von der Sehnsucht, dass es ein Jenseits gibt, in dem es uns gut geht.

Pisarski empfiehlt, sich ein „Schatzkästlein“ guter Worte, geliebter Musik, vertrauter Gebete, usw. anzulegen, aus dem wir zehren können, wenn ein aktives Leben nicht mehr möglich ist. Es war ein Vortrags- und Diskussionsabend, aus dem alle getröstet und bereichert nach Hause gingen.

Sabine Würthner

15 Jahre Hospizverein Isartal e.V.

Mehr als 50 Freunde und Förderer sowie alle Hospizbegleiter des Vereins sind der Einladung zur Jubiläumsfeier am 12.10.2017 gefolgt. Die BürgermeisterInnen der Gemeinden Pullach – Susanna Tausendfreund, Schäftlarn – Matthias Ruhdorfer und Baierbrunn – Barbara Angermaier sind in ihren Grußworten jeweils eindrücklich auf die wertvolle Arbeit der HospizbegleiterInnen eingegangen.

Mechtild Reinhardt, die Koordinatorin des Hospizvereins, erhielt als Anerkennung für ihr langjähriges und großes ehrenamtliches Engagement im Hospizverein von der Gemeinde Pullach die „Goldene Ehrennadel der Gemeinde Pullach“.

Die Fortschritte des Hospizvereins in der Arbeit der letzten 15 Jahre wurden auf Stellwänden im Foyer visualisiert. Es ist nicht nur ein Anstieg der Mitgliederzahlen und aktiven HospizbegleiterInnen zu verzeichnen, auch Begleitungen sowie Beratungen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werden mehr angefragt. Die Zusammenarbeit mit den Alten- und Pflegeheimen ist deutlich intensiver geworden.

Höhepunkt des Abends war zweifelsfrei der Festvortrag der Philosophin Dr. Celina von Bezold mit dem Thema: Vom Sinn in Leid und Leben – eine philosophische Reflexion. Gespickt mit Zitaten u.a. von Nietzsche, Heidegger und Rilke machte sie den Zuhörern Mut, auf ihre ureigenen Kräfte zu bauen, um der Endlichkeit des Todes und ihren Ängsten darum zu begegnen: „Letztendlich brauchen wir die Ängste, um uns zu entwickeln und lebendig zu sein“.

Von links: Susanna Tausendfreund (Bürgermeisterin Pullach und stellvertr. Landrätin), Mechtild Reinhardt (Koordinatorin Hospizverein Isartal e.V.), Sabine Würthner (Vorsitzende Hospizverein Isartal e.V.)

Dagmar Bergmann-Erb