Veranstaltungen

Filmabend mit anschließender Diskussion                                   “Das Ende ist mein Anfang“ von Jo Baier

 

Der Film spielt in den letzten drei Lebensmonaten von Tiziano Terzani (1938–2004), gespielt von Bruno Ganz. Den Hauptinhalt bilden dabei die Gespräche zwischen ihm und seinem Sohn Folco über das Leben. Der Journalist reflektiert, teils in ungewöhnlich humorvoller Form, seine Erkenntnisse über das Leben und Sterben, insbesondere über seinen bevorstehenden Tod aufgrund einer Krebserkrankung.

Termin:                    Mittwoch, 26.09.2018, 19.00 Uhr

Ort:                          Familienzentrum, Käthe-Kruse-Str. 1, Hohenschäftlarn

Moderation:            Sabine Würthner, Vorsitzende Hospizverein Isartal e.V.

Dieses Angebot ist kostenfrei und ohne Anmeldung.

 

 Vortrag von Herrn Dr. Otto Zsok

„Die Sinnfrage in der zweiten Lebenshälfte –

Von der hohen Bedeutung einer heilenden Lebensbilanz“

 

Je älter wir werden, desto vehementer holt uns die Sinnfrage ein. War das alles? Kommt noch etwas? Wozu habe ich in Essenz gelebt? Was soll noch werden in der Zeit, die mir geschenkt ist?

Entlang dieser Fragen wird, auch durch Beispiele, der Ansatz der heilenden Lebensbilanz nach Kriterien der sinnzentrierten Psychotherapie nach Viktor Frankl dargelegt. Aussprache gewünscht. Nach Vortrag können Bücher des Referenten erworben werden.

 

Termin:                    Mittwoch, 10.10.2018, 19.30 Uhr

Ort:                          Bürgerhaus Pullach (Vereinsraum)

Dieses Angebot ist kostenfrei und ohne Anmeldung.

 

Neuer Befähigungskurs für HospizbegleiterInnen

Die ARGE HOSPIZ und das Landratsamt München laden zu einem neuen Befähigungskurs für HospizbegleiterInnen ein, der ab Juni 2018 in Pullach startet. Ausrichter ist der Hospizverein Pullach e.V. in der Münchener Straße 9a, 82049 Pullach.

Das Grundseminar startet ab Juni 2018, das Aufbauseminar ab Oktober 2018.

Referentinnen: Frau Gräfin von Plettenberg und Frau Meyer-Miethke

Einen Folder mit Informationen und der Anmeldung finden Sie hier

 

„Endlich leben“

so nannte Waldemar Pisarski, Theologe und Pastoralpsychologe,  seinen vom Hospizverein Isartal veranstalteten Vortrag.

Die Doppeldeutigkeit, die in den zwei Wörtern steckt, wird schnell deutlich, wenn man sie unterschiedlich betont. Es geht um das Leben in all seinen Facetten und um die Endlichkeit des Lebens.

„Da darf doch noch Leben ins Leben“, mit der Zeile von Wolf Biermann überschreibt Pisarski „endlich leben“. Er zitiert dazu Bronnie Ware, für die zum Leben die folgenden Bereiche wichtig sind: „Mir selbst treu bleiben, weniger arbeiten, mehr Gefühle zeigen, Zeit für Freundschaften und mir Freude zugestehen“. Pisarski ergänzt diese Punkte durch die Empfehlung, dem eigenen Perfektionismus Grenzen zu setzen, was einher geht mit dem Bewusstsein, dass unser Tun und Leben Fragment bleiben wird. Schließlich geht es auch um eine lebendige Religiosität. Er meint damit eine Religiosität, die heilt und  tröstet, die ermutigt zum bewussten Erleben von Freude und Trauer, Lob und Klage, Vertrauen und Offenheit.

Und dann, endlich leben! Es hat keinen Zweck, die Augen davor zu schließen, dass unser Leben endlich ist. Es ist wichtig, sich vorzubereiten dadurch, dass man „Frieden macht, versöhnt lebt, sich im Loslassen übt, Dinge entscheidet, bestimmt und gestaltet“. Wir wissen nicht, was nach dem Tod kommt und ob etwas kommt, aber es gibt „Hoffnungsbilder des Glauben“, wie Pisarski sie nennt. Bilder, die getragen sind von der Sehnsucht, dass es ein Jenseits gibt, in dem es uns gut geht.

Pisarski empfiehlt, sich ein „Schatzkästlein“ guter Worte, geliebter Musik, vertrauter Gebete, usw. anzulegen, aus dem wir zehren können, wenn ein aktives Leben nicht mehr möglich ist. Es war ein Vortrags- und Diskussionsabend, aus dem alle getröstet und bereichert nach Hause gingen.

Sabine Würthner

 

15 Jahre Hospizverein Isartal e.V.

Mehr als 50 Freunde und Förderer sowie alle Hospizbegleiter des Vereins sind der Einladung zur Jubiläumsfeier am 12.10.2017 gefolgt. Die BürgermeisterInnen der Gemeinden Pullach – Susanna Tausendfreund, Schäftlarn – Matthias Ruhdorfer und Baierbrunn – Barbara Angermaier sind in ihren Grußworten jeweils eindrücklich auf die wertvolle Arbeit der HospizbegleiterInnen eingegangen.

Mechtild Reinhardt, die Koordinatorin des Hospizvereins, erhielt als Anerkennung für ihr langjähriges und großes ehrenamtliches Engagement im Hospizverein von der Gemeinde Pullach die „Goldene Ehrennadel der Gemeinde Pullach“.

Die Fortschritte des Hospizvereins in der Arbeit der letzten 15 Jahre wurden auf Stellwänden im Foyer visualisiert. Es ist nicht nur ein Anstieg der Mitgliederzahlen und aktiven HospizbegleiterInnen zu verzeichnen, auch Begleitungen sowie Beratungen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werden mehr angefragt. Die Zusammenarbeit mit den Alten- und Pflegeheimen ist deutlich intensiver geworden.

Höhepunkt des Abends war zweifelsfrei der Festvortrag der Philosophin Dr. Celina von Bezold mit dem Thema: Vom Sinn in Leid und Leben – eine philosophische Reflexion. Gespickt mit Zitaten u.a. von Nietzsche, Heidegger und Rilke machte sie den Zuhörern Mut, auf ihre ureigenen Kräfte zu bauen, um der Endlichkeit des Todes und ihren Ängsten darum zu begegnen: „Letztendlich brauchen wir die Ängste, um uns zu entwickeln und lebendig zu sein“.

Jubiläum Tausendfreund,Reinhardt,Würthner 2017

Von links: Susanna Tausendfreund (Bürgermeisterin Pullach und stellvertr. Landrätin), Mechtild Reinhardt (Koordinatorin Hospizverein Isartal e.V. ), Sabine Würthner (Vorsitzende Hospizverein Isartal e.V.)

 

Vorstandswahlen im Hospizverein Isartal e.V. 

Im März 2018 wurde folgender Vorstand gewählt:

1. Vorsitzende: Sabine Würthner
2. Vorsitzender: Kurt Bordon
3. Vorsitzende: Dr. Ulrike Närger

Schatzmeister: Gerhard Kurz
Schriftführerin: Gisela Münscher

Beisitzer: Gisela Maiborn, Volker Simon und Bärbel Stroh